autos-header-mob

Hybridsysteme für das autonome Fahren

Hintergrund

Unsere Zweittechnologie beruht auf technischen Architekturentwürfen zur Gewährleistung der Sicherheit beim autonomen Fahren (AF)  im ethisch-rechtlichen Kontext. Unsere unabhängigen Entscheidungs- und Prüfarchitekturen bilden kritische Hybridsysteme mit KI-Komponenten, die einen Teil des Gesamtfahrzeugsystems bilden.

Unsere Arbeit fokussiert sich auf die Entwicklung von Hard- und Softwarearchitekturen, die regelbasierte und anderweitige Handlungsweisen mit den vorhandenen Sensoren und Rechenressourcen effizient ausführen. Deshalb setzen wir diese Gedanken auch auf physischen Kamera-, Radar-, Lidar-, Simulations- und EMU-Systemen in die Praxis um.

Die Implementierung der geforderten Eigenschaften ist nur durch eine Redundanz unabhängiger und sich gegenseitig überwachender sowie unterschiedlich priorisierter Systembausteine möglich. Hinzu kommen normativ und technisch notwendige Sicherheitsbestandteile wie Machine-Learning-Hybridverfahren (Bottom-up/Top-down), vorgegebene A-priori-Datenbanken, Szenarienkataloge, effiziente Pipelining-Technologien zur semantischen Segmentierung und Datenfusion samtV2X. Alle diese Bausteine finden in der Architektur Berücksichtigung.

Im Bereich des autonomen Fahrens arbeiten wir eng mit OEM-Partnern, Zulieferern, Expertenausschüssen, Verbänden und der Politik zusammen. Im Rahmen unserer langjährigen Partnerschaft mit dem SOCAI der Universität Würzburg arbeiten wir interdisziplinär an der Maschinennormativität beim autonomen Fahren.

illu_auto-prozess-10
Prüfbare, normative Vorgaben (des Gesetzgebers)
illu_auto-prozess-11
Sichere Systemarchitektur
illu_auto-prozess-12
Technische Umsetzung im Fahrzeug
illu_auto-prozess-13
Realverhalten des Fahrzeugs
illu_auto-prozess-mob-17
Prüfbare, normative Vorgaben (des Gesetzgebers)
illu_auto-prozess-mob-18
Sichere Systemarchitektur
illu_auto-prozess-mob-19
Technische Umsetzung im Fahrzeug
illu_auto-prozess-13
Realverhalten des Fahrzeugs

Motivation

Neun von zehn Unfallopfern des Kfz-Verkehrs sind dem menschlichen Versagen zuzuordnen. Hinzu kommt, dass das Fahrzeug mit 23 Stunden Stillstand eher als ein „Stehzeug“ zu bezeichnen ist und wir zunehmend Probleme mit der Anzahl der Fahrzeuge in urbanen Gebieten und deren Nachhaltigkeit bekommen.

Gleichzeitig steigen aufgrund der Globalisierung unsere Mobilitätsansprüche stetig. Sind das nicht Gründe genug, um unsere seit einem Jahrhundert evolutionär wachsende Mobilität mit klugem Einsatz von disruptiven Technologien zukunftsfähig zu gestalten?

Ausblick

Durch unsere fortgeschrittenen Architekturkonzepte konnten wir uns früh im Markt für autonomes Fahren platzieren. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir zukunftsweisende AF-Standards im Sinne unserer gesellschaftlichen Werte aktiv mitgestalten. Zukünftig streben wir nicht nur die Lizenzierung von Architektur-IPs mit lokal-volatiler Software an, sondern auch die Lieferung spezifischer Systembestandteile.

Der ethisch-rechtliche Themenkomplex des autonomen Fahrens befindet sich noch in einem frühen Stadium. Das Feld der Ethics by Design tritt jedoch nicht zuletzt durch die vor wenigen Jahren in Deutschland eingesetzte AF-Ethikkommission sowie vermehrte Impulse seitens OEMs, Branchenverbänden und Forschung zunehmend in den Fokus. Erste Standardisierungsbemühungen wie das Strategiepapier der deutschen Automotive-Größen aus 2019 unterstreichen die hohe Relevanz, verdeutlichen vor allem aber breite Gestaltungsmöglichkeiten.

Unsere Leistungen:

autos-leistung-3
IP-Architektur
autos-leistung-2
Software
autos-leistung-1
Komponenten (EMU)